orale Restriktionen - Zungenbandberatung Dresden, Radebeul & Umgebung

„Fürs Stillen. Fürs Wachsen. Fürs Leben.“ Karolin Schriefer

Zungenbandberatung beim Baby in Dresden, Radebeul & Umgebung

Du hast das Gefühl, Stillen ist ein täglicher Kampf, obwohl du alles gibst? Dein Baby trinkt unruhig, dockt ständig ab, verschluckt sich, kaut auf deiner Brust herum statt zu saugen oder wirkt schnell erschöpft? Vielleicht hast du Schmerzen beim Stillen, dein Baby nimmt nur langsam zu oder sogar zu viel?

All das und noch viel mehr können Hinweise auf orale Restriktionen wie ein zu kurzes Zungenband sein – oft unerkannt und unterschätzt, aber mit spürbaren Auswirkungen auf das Stillen, die Bindung und die gesamte Entwicklung deines Kindes.

Aus eigener Erfahrung: Warum orale Restriktionen mehr Aufmerksamkeit brauchen

🤓 Fun Fact: Ich selbst habe orale Restriktionen – mein unteres Lippenband wurde bereits vor vielen Jahren getrennt und mein Zungenband habe ich im Herbst 2025 trennen lassen. Auch meine beiden Kinder sind betroffen. Doch erkannt wurde das erst nach der Geburt unseres zweiten Kindes. 

👶 Beim ersten Kind hatte ich starke Schmerzen, kämpfte um das Vollstillen und habe viele Tränen vergossen. Damals ahnte ich nicht, dass orale Restriktionen die Ursache sein könnten. Trotz Hebammenbegleitung und mehrfacher Stillberatung – ehrenamtlich und sogar bei einer IBCLC – hat es niemand erkannt. 

👧👦 Beim zweiten Kind war ich bereits selbst ausgebildete Stillberaterin. Und trotzdem: Auch dieser Stillstart war schwierig, denn in meiner Ausbildung kamen orale Restriktionen nicht vor. Heute weiß ich: Alle Fachkräfte, ob Ärztinnen, HebammenStillberaterinnen oder Therapeutinnen, benötigen zusätzliche Fortbildungen, um orale Restriktionen sicher erkennen und begleiten zu können. 

Damals vertraute ich dem Kinderarzt, der das Zungenband meines Babys auf meinen Verdacht hin trennte – ohne Betäubung und ohne Aufklärung zum aktiven Wundmanagement oder Heilungsverlauf. Diese spontane Entscheidung bereue ich bis heute. Ich werde nie das Gefühl vergessen, als ich nach und nach erkannte: Die Trennung war nicht vollständig, die nötige Wundversorgung blieb aufgrund fehlender Aufklärung aus, die Stillprobleme wurden einfach nur anders und mein Baby musste eine weitere Operation durchstehen. Diesmal eine vollständige Trennung von Zungen- und Lippenband mit Betäubung und in einer dafür spezialisierten Praxis.

Die Trennung der oralen Restriktionen ist ein wichtiger Schritt, doch ohne passende Nachsorge bleibt sie oft unvollständig. Bei meinem zweiten Kind fehlte genau diese Begleitung. Das aktive Wundmanagement konnte ich damals nicht ausreichend umsetzen, weil ich noch keine Beraterin für orale Restriktionen war und es gab auch sonst niemanden, der den Heilungsverlauf regelmäßig überprüft hat. Das Ergebnis ist ein Reattachment, also ein Wiederanwachsen des Gewebes und eine erneute Einschränkung der Zungenbeweglichkeit, mit der Folge einer weiteren notwendigen Trennung. 

🎓 Diese Erfahrungen haben mich tief geprägt und darum freue ich mich, dass du hier bist. Ich möchte dir und deinem Baby solch eine Tortur, die mühsame Suche nach Fachkräften und Antworten ersparen. Deshalb habe ich mich intensiv fortgebildet, um dich rund um kurze Zungen-, Lippen- und Wangenbänder fachlich fundiert, geduldig und ehrlich zu beraten – in Dresden, Radebeul und Umgebung. Dabei arbeite ich interdisziplinär, das heißt: im Austausch mit Körpertherapeut:innen, Logopäd:innen und weiteren Fachpersonen, damit dein Baby ganzheitlich begleitet wird. Auch künftig bilde ich mich in diesem sensiblen Bereich kontinuierlich weiter, um dich nach aktuellem Wissensstand unterstützen zu können.

Hier findest du einen Überblick zu meiner Zungenbandberatung und -Begleitung, sowie häufig gestellte Fragen: 

📝 Anamnese und Einschätzung als Fundament 

Als Erstes findet eine ausführliche Anamnese statt. In diesem Termin (ca. 2 Stunden) lernen wir uns kennen und schauen uns gemeinsam die Trinksituation deines Babys an – egal ob an der Brust oder der Flasche. Ich werfe einen ganzheitlichen Blick auf mögliche Hinweise auf orale Restriktionen inklusive einer Funktionsprüfung der Zungenbeweglichkeit. Am Ende dieses Termins bekommst du von mir eine fundierte Einschätzung, ob orale Restriktionen vorliegen könnten und wie es bei Bedarf weitergehen kann 

WICHTIG: Du entscheidest (ggfls. mit dem anderen Elternteil) darüber, welcher Weg sich für euch gut anfühlt – ohne Druck und Zwang! Jede Fachkraft, ob Stillberatung, Körpertherapie oder Arztpraxis, gibt lediglich Empfehlungen aus. Die finale Entscheidung über die weitere Behandlung liegt immer bei den Eltern.

Auch bei deiner individuellen Entscheidungsfindung unterstütze ich dich, beantworte aufkommende Fragen und erkläre aktuell bestehende Behandlungsansätze.

Die Anamnese ist somit nicht nur der erste Schritt, sondern das stabile Fundament, auf dem wir gemeinsam aufbauen. 

✂️ Wenn du dich für eine Trennung der oralen Restriktionen entscheidest:

Dann beginnt meine Zungenband-Begleitung. Eine enge und fachlich fundierte Begleitung vor und nach dem ärztlichen Eingriff ist entscheidend für ein gutes und nachhaltiges Ergebnis. In dieser Zeit unterstütze ich dich dabei, dein Baby bestmöglich vorzubereiten, die Heilung zu begleiten und neue Bewegungsmuster zu fördern. 

Meine Zungenband-Begleitung ist ausschließlich in Paketen buchbar. Du kannst zwischen drei Paketgrößen wählen, die sich lediglich in der Dauer der Nachsorge unterscheiden. 

🌱 Paket 4: Wurzeln schlagen – starker Start
→ Grundstein: Ihr schafft die Basis für Heilung und Veränderung.
Beinhaltet: Vorbereitung auf die Trennung, Trennungstag, 4 Wochen Nachsorge

🌿 Paket 6: Aufblühen – der Wandel beginnt
→ Mittendrin: mit Sicherheit, Halt und Raum zum Wachsen
Beinhaltet: Vorbereitung auf die Trennung, Trennungstag, 6 Wochen Nachsorge

🌳 Paket 8: Potenzial entfalten – optimal begleitet 
→ Verankert: gestärkt für nachhaltige Entwicklung und Stabilität 
Beinhaltet: Vorbereitung auf die Trennung, Trennungstag, 8 Wochen Nachsorge 

Wir schauen gemeinsam, welches Begleitpaket euch den besten Rahmen bietet und besprechen im Detail, was inhaltlich sowie finanziell auf euch zukommt. Wenn du nach Ablauf deines gebuchten Pakets weiterhin Begleitung möchtest, finden wir eine individuelle Lösung passend zum Heilungsverlauf.

Häufig gestellte Fragen:

Stellst du eine Diagnose?

Nein, ich bin Still- und Familienbegleiterin und keine Ärztin. Das bedeutet: Ich stelle keine medizinische Diagnose. Meine Anamnese und Einschätzung sind jedoch die unerlässliche Grundlage für eine Facharztpraxis, um überhaupt eine umfassende Diagnose stellen zu können. Keine Arztpraxis hat die Zeit für eine ausführliche Anamnese, so wie ich es leisten kann. Ein kurzer Blick in den Mund reicht nämlich nicht aus. Deshalb meine klare Empfehlung: Achte bei der Fachkraft auf entsprechende Fortbildungen zu oralen Restriktionen. Weiter unten findest du typische Aussagen, an denen du erkennst, wenn das nicht der Fall ist.

Warum ist die Nachsorge nicht stundenweise nach Bedarf buchbar?

Weil ein einzelner Kontrolltermin pro Woche bei weitem nicht ausreicht. Nach einer Zungenbandtrennung geht es nicht nur um die Wunde, es geht um die Zungenfunktion, die wir verbessern wollen. Viele Eltern unterschätzen die emotionale Belastung, die mit der Nachsorge einhergeht: Die täglichen Übungen sind womöglich unangenehm für dein Baby und für dich. Viele trauen sich nicht, sie mit der nötigen Konsequenz durchzuführen. Oder es schleichen sich Unsicherheiten ein: „Mach ich es richtig?“, „Ist das zu viel oder zu wenig?“, „Tut es weh?“ 

Das Problem: Schon kleine Unsicherheiten oder Pausen können dazu führen, dass die Wunde verklebt oder nicht optimal heilt. Dann ist die Zungenfunktion wieder eingeschränkt als hätten wir das Zungenband gar nicht behandelt. Und ja: Das passiert leider schnell und oft. 

Du hast dich für die Trennung entschieden, weil du deinem Baby die bestmögliche Bewegungsfreiheit der Zunge ermöglichen willst. Dazu gehört ein aktives, klares und engmaschiges Nachsorgekonzept, bei dem ich dich täglich begleite, anleite und motiviere. Ohne konsequente Begleitung und einem aktiven Wundmanagement ist die Trennung nur der halbe Weg. 

Wir verfolgen ein gemeinsames Ziel, damit aus einem kleinen Schnitt ein großer Schritt in die Freiheit wird.
Fürs Stillen. Fürs Wachsen. Fürs Leben. 

Was ist, wenn wir mehr Zeit brauchen?

Manchmal braucht es einfach ein bisschen mehr Raum zum Fragen, zum Verstehen oder um den Bedürfnissen von dir und deinem Baby in Ruhe nachzugehen. Sollten wir bei einem Termin mehr Zeit benötigen als geplant, ist das selbstverständlich möglich. Du erhältst im Anschluss ganz unkompliziert einen Zahlungslink für die zusätzlich benötigte Zeit.

Damit unsere Beratung nicht unbemerkt länger dauert als geplant, hat sich ein Timer bewährt. Dieser klingelt 15 Minuten vor Ende der vereinbarten Zeit. Ich gebe dir dann eine ehrliche Einschätzung, was eventuell noch offen ist und du entscheidest in Ruhe, ob wir verlängern oder zu einem späteren Zeitpunkt weitermachen. 

Kann ich auch mit meinem Kleinkind, Schulkind oder selbst als Erwachsener zu dir in die Beratung kommen?

Aktuell habe ich mich bei der Beratung rund um orale Restriktionen auf Babys fokussiert. Bei älteren Kindern und Erwachsenen ist vieles anders, z.B. bei der Anamnese & Funktionsprüfung. Ich schließe jedoch nicht aus, dass ich irgendwann auch andere Altersgruppen beraten werde.

Wenn dir eine Fachkraft (z. B. Kinderarztpraxis, Hebamme, Logopädie, Osteopathie etc.) solche Sätze sagt, darfst du gerne hellhörig werden und im Zweifel eine zweite Meinung einholen:

„Das verwächst sich!“

 → Diese Aussage ist leider fachlich falsch. Ein zu kurzes Zungenband bleibt zu kurz – es wächst nicht „mit“. 

„Das Zungenband kann man dehnen.“

 → Nein, leider nicht, da das Zungenband aus Kollagen Typ I besteht. Bei der Dehnung wird der Mundboden angehoben und die Zungenmuskulatur nach unten gezogen, wodurch das Zungenband länger erscheinen kann. Das Zungenband selbst dehnt sich aber nicht mit. 

„Das ist nicht zu kurz.“

 → Wird diese Einschätzung ohne funktionelle Untersuchung oder Blick aufs Stillverhalten getroffen, kann eine Fehleinschätzung schnell Folgen haben für das Stillen, die Sprachentwicklung, das Kieferwachstum uvm. 

„Es reicht, wenn wir das 2-3 Millimeter anritzen.“

 → In der Praxis zeigt sich leider: Solche Teiltrennungen führen nicht zur Lösung, sondern oft zur Verstärkung der Probleme und müssen später vollständig nachgeholt werden – diesmal in einer spezialisierten Praxis. 

„Es gibt keine zu kurzen Zungenbänder, das ist nur ein Trend.“

 → Falsch. Kurze Zungenbänder sind keine Modeerscheinung. Bereits Aristoteles erwähnte sie 300 v. Chr. und die erste dokumentierte Trennung fand im 8. Jahrhundert n. Chr. statt. Also keineswegs ein neuer Hype. 

„Das geht nur in Vollnarkose.“

 → Das ist nur selten nötig. In den meisten Fällen ist eine örtliche Betäubung völlig ausreichend, besonders bei Neugeborenen und Säuglingen. 

„Kommen Sie, ich mach das gleich jetzt.“

 → Eine spontane Trennung ohne vorherige funktionelle Vorbereitung ist keine gute Idee. Die Zunge und der ganze Körper brauchen mindestens 2 Wochen Vorbereitung, um optimal auf die Freilassung zu reagieren. 

„Nach der Trennung sind keine Übungen nötig.“

 → Falsch. Ohne gezieltes Wundmanagement und Übungen kann es schnell zu Verklebungen kommen und damit zu neuen oder alten Problemen. 

„Ihre Stillprobleme kommen nicht vom Zungenband.“

 → Das ist eine gewagte Aussage, besonders ohne genaue Funktionsprüfung der Zunge. Denn eingeschränkte Beweglichkeit wirkt sich sehr wohl auf das Saugen und Schlucken aus. 

„Sie haben einfach zu wenig Milch.“

 → Vielleicht. Aber vielleicht kann dein Baby die Milch einfach nicht effektiv aus der Brust holen, weil die Zunge nicht so arbeiten kann, wie sie sollte. 

❤️ Mein Anliegen: 
Es geht nicht darum, anderen Fachpersonen die Kompetenz abzusprechen, sondern darum, dich als Elternteil zu ermutigen, Fragen zu stellen, auf deine Intuition zu hören und im Zweifel fachlich fundierte Zweitmeinungen einzuholen. 

Dein Baby ist es wert, dass genau hingeschaut wird. 

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Familienbegleitung Karolin Schriefer

Wächterstraße 26

01139 Dresden

Kontakt

Tel.: 0173 60 83 861

E-Mail: karolin@kugelzeit-babyglueck.de